Digitale Montagen

Simulacra

Eine Fotografie setzt die dreidimensionale Wirklichkeit nach den Gesetzen der Zentralperspektive in ein in der Regel verkleinertes, zweidimensionales Bild um. Räumlichkeit und Tiefe sind in einer Fotografie nicht mehr vorhanden, sie werden nur noch vorgetäuscht. Trotzdem wird eine gewöhnliche Fotografie von einem im Umgang mit Fotografie geübten  Betrachter als „der Wirklichkeit entsprechend“ identifiziert und genutzt.  In meinen „Simulacra“ dagegen entsteht durch das spielerische Zusammenfügen mehrerer, zum Teil gespiegelter Wirklichkeitsfragmente eine neue, simulierte Wirklichkeit, bei der die übliche Identifikation eines abgebildeten Ortes oder Gegenstandes und die vertraute räumliche Wahrnehmungstäuschung nicht mehr funktionieren.  Das Auge wird bei der Betrachtung der Fotografie irritiert, da sich weder das Abgebildete noch räumliche Tiefe,  Oben und Unten bzw. Vorne und Hinten eindeutig bestimmen lassen. So sollen diese Fotomontagen zum Rätseln und Entdecken sowie zum Schmunzeln und Nachdenken anregen.

( Katalogtext anlässlich der Ausstellung im Saarländischen Künstlerhaus im August 2016 )

Berlin Bundestagskuppel 2010

Metz Centre Pompidou  2012

 

Metz Centre Pompidou  2012

Saarbrücken Hauptbahnhof  2012

Saarbrücken Kulturbahnhof  2013

 

Saarbrücken Schwarzenbergturm 2014

Frankfurt Eingangshalle   2016

Luxembourg Mudam    2017